
Ronald Reng ist einer meiner liebsten Sportjournalisten. Und sein Buch "Der Traumhüter" kann ich jedem nur wärmstens empfehlen. Aber das nur am Rande.
Ronald Reng hat nun auch einen Artikel in der Financial Times Deutschland veröffentlicht. Und zwar über die erstklassige Jugendarbeit des FC Barcelona, die immerhin Spieler wie Messi, Iniesta, Xavi und Puyol hervorgebracht hat.
Und man beginnt zu verstehen, was Barcelona so einzigartig macht, wenn man Sätze liest wie:
Es interessiert nicht, wie kräftig ein Junge ist, wie lange er rennen kann. Es interessiert nur: Was kann er mit dem Ball. Darauf ist die ganze Ausbildung ausgerichtet: technisch einmalige Spieler hervorzubringen.
Bis die spieler 16 sind, gehen sie bei uns kein einziges Mal in den Kraftraum, machen sie keinen Dauerlauf, kein Zirkeltraining", sagt Benaiges. "Am Ball verbessern sie alles, Schnelligkeit, Kraft, Ausdauer – sie merken es nur nicht, weil sie immer an den Ball denken."
Präzises, schnelles Kurzpassspiel ist der ewige Richtwert – weshalb sie für ihre Jugendteams quasi nie nach Verteidigern suchen. Offensivspieler sind in der Regel flinker, technisch beschlagener. Einige werden dann bei Barça zu flinken, technischen Abwehrkräften umgeschult.
ulizinho
on Feb 5th, 2008
@ 08:22:
Ja, das ist schon eine einmalige Ausbildung, die die Jungs da genießen. In ein paar Jahren, wenn Henry und Ronaldinho in Rente sind, haben wir dann vielleicht den selbst ausgebildeten Wundersturm Bojan – Messi – dos Santos. Aber nicht nur das, laut Spiegel-Artikel von Christof Biermann über Messi und die Jugendarbeit geht es auch um die Ausbildung der Persönlichkeit. Man betrachte nur Fabregas oder Messi. Ein Jung-Schnösel wie Cristiano Ronaldo hätte von vornherein nie Azubi bei Barca werden können.