Quelle: wdr.de
Gunter A. Pilz ist Soziologe und hat das Fanverhalten beim Abspielen der Nationalhymnen beobachtet. Seiner Meinung nach nutzen wir Fans die Hymnen zur Provokation.
Von den Fans wird die Nationalhymne schlicht zur Provokation von Mannschaft und Fans des Gegners genutzt
Hier müssen wir aber bitte unterscheiden. Ja, wir provozieren gerne, wenn wir lauthals unsere Nationalhymne mitsingen ( hatte das nicht sogar ein bekannter Politiker gefordert? ). Das ist eine Art der Provokation, die erlaubt ist. Was nicht geht, ist es die Hymne des Gegners durch Pfiffe zu stören.
Die Hymne dient dazu, sich mit seinem Land, seiner Mannschaft zu identifizieren ( auch wenn wir in Deutschland dies laut Herrn Pilz nicht bräuchten ). Als Anheizer der Fans optimal geeignet. Klar, wenn möglich sollten wir vermeiden, dass Sarah Connor nochmal die Nationalhymne falsch singt, aber wollen wir wirklich, dass das Abspielen der Hymnen zu Länderspielen eingestellt wird, wie Herr Blatter das angesprochen hat? Damit ginge uns ein Stück Identität verloren.
Daher: Bei der eigenen Hymne laut und kräftig mitsingen und den Gegner dadurch einschüchtern. Den Klang der Hymne der Gegner still hinnehmen und ein- bis zweimal am bier nippen, länger dauert es ja nicht.