Bild: solarserver.de
Die evangelische Kirche Deutschland ( EKD ) hat sich erneut gegen eine zusätzliche Ladenöffnung an Sonntagen während der Weltmeisterschaft im Sommer ausgesprochen. Die bisher geltende Regelung von vier verkaufsoffenen Sonntagen pro Jahr sei vollkommend ausreichend.
Ich schliesse mich der EKD an. Auch der freie Sonntag gehört zu unserer Kultur. Und dies ist es doch, was man während einer Weltmeisterschaft präsentieren sollte. Ausserdem möchte ich nicht, dass meine Mutter, die im Einzelhandel arbeitet, an Sonntagen arbeiten muss. Auch eine Ladenöffnung nach 20 Uhr kann ich einfach nicht unterstützen. WM hin oder her.
Mike
on Feb 3rd, 2006
@ 23:38:
Peinlich, peinlich. Die Welt zu Gast bei Freunden – und wir machen die Läden zu. Ehrlicherweise sollten wir noch “Wegen Reichtum geschlossen” ins Schaufenster schreiben.
Statts uns über den zusätzlichen Umsatz zu freuen, berufen wir uns in einem atheistischem Land auf Gott. Typisch Deutsch. Wir halten das eh nicht lange durch, nach ein paar Spieltagen sind Sonntags eh die Läden offen. Dann haben wir uns zum Gespött der Welt gemacht und Inkonsequenz bewiesen. Mist.
Apropos Arbeiten müssen: Niemand muss in Deutschland arbeiten, schliesslich haben wir Freiheit und keine Sklaverei.
jan
on Feb 4th, 2006
@ 01:20:
Ich finde es sehr schade, dass die Geschäfte bei uns am Sonntag geschlossen haben. Wir sind so ziemlich das letzte europäische Land, in dem die Geißel des Ladenschlussgesetzes noch existiert. Es kann doch jeder selbst entscheiden ob er den Sonntag zum einkaufen nutzt oder nicht. Diesbezüglich sind wir Deutsche wirklich hinter dem Mond. Zum Glueck kann man das Thema noch ueber viele Jahre diskutieren – das lieben die Deutschen doch so sehr!
Markus
on Feb 4th, 2006
@ 08:43:
Wenn durch Öffnung an Sonntagen und meinetwegen 24 Stunden neue Arbeitsplätze geschaffen würden, hätte ich nicht viel dagegen ( OK, Sonntags müsste nicht sein, meine Meinung ), aber es ist ja eher so, dass die vorhandenen Arbeitskräfte mehr Arbeit leisten müssen und für die nicht so ertragreichen Stunden billige, weil unterqualifizierte, Arbeitskräfte geholt werden.