Nun, das ist ein mittelschwerer Knaller: Christoph Metzelder wechselt für die kommende Saison von Real Madrid zu Schalke 04. Für Schalke macht das in meinen Augen Sinn: Ohne Ablöse zahlen zu müssen erhält der Verein einen grundsoliden Bundesliga-tauglichen Innenverteidiger, der ein Jahr lang neben Bordon spielen kann, während der junge Höwedes (wie Metzelder ein Gewächs aus der Jugend des TuS Haltern) zum Ende der Saison verkauft wird – schlicht und ergreifen, weil man für ihn Ablöse kassieren kann. Nach einem Jahr kann Bordon sich dann in den Ruhestand verabschieden und neben Metzelder kann dann ein neuer junger Innenverteidiger ausgebildet werden. So die Theorie, die sich auch gut anhört.
Für Metzelder macht der Wechsel Sinn, weil er so noch einmal in einem für die Champions League qualifizierten Team spielen kann und weil er in seiner Heimatstadt, der er noch immer sehr verbunden ist, leben könnte. Wäre da nicht die Bürde des ehemaligen Dortmund-Profis. Metzelder auf Schalke, das ist wie seinerzeit der Wechsel von AndyMöller von Schwrz-Gelb zu Königsblau oder wie der Wechsel von Jens Lehmann über den Umweg Milan von Schalke nach Dortmund: Da bleibt ein bitterer Beigeschmack.