Thomas Hitzlsperger tritt die Flucht an. Ab sofort streift er das Trikot von Lazio Rom über. Lazio Rom. Ein großer Name (irgendwie klingen viele italienische Vereine groß, wenn man sich mit ihnen nur am Rande beschäftigt.) Ich frage mich, ob der freundliche Herr Hitzlsperger auch dann ins Ausland gewechselt wäre, wenn in rund fünf Monaten nicht eine WM vor der Tür gestanden hätte. Der Wechsel nach Italien zu einem Team, das gegen den Abstieg spielt, hat für mich ein wenig den Geschmack des Wechsels um jeden Preis, Hauptsache nicht nach Hannover oder Frankfurt.
Ein Wechsel zu einem italienischen Abstiegskandidat ist für den Ruf und vermutlich auch für den Kontostand besser als der Wechsel zu einer deutschen Mittelklassemannschaft – da kommt Hitzlsperger augenblicklich selber her, ohne berücksichtigt zu werden.
Also, ich kann mir schon vorstellen, dass Hitzlsperger ein Ziel erreichen kann: Mehr spielen als zuletzt in Stuttgart. Ob das aber die Wahrnehmung von Jogi Löw und Co. in Hinblick auf die WM-Teilnahme schärft, das bezweifle ich zumindest. Da kann er mal bei Andreas Hinkel nachfragen…
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