Kevin Kuranyi - oder wie man seinen eigenen Spieler kaputtpfeifen kann
abgelegt im Archiv 11Helden am 09.04.08
Ich freue mich schon auf das CL-Rückspiel zwischen Barcelona und Schalke heute Abend. Beim Hinspiel war ich live im Stadion dabei, Ich weiß es nicht, aber ich empfand es als äußerst bestürzend als ich dabei mitbekam, wie Kevin Kuranyi von seinen eigenen "Fans" in Grund und Boden gepfiffen wurde.
Nun kann man es sich leicht machen und sagen: Der verdient doch Millionen,
dann soll er sich halt nicht so anstellen. Man kann aber auch mal nach
Ursache und Wirkung suchen. Zu Beginn dieser Saison war Kevin Kuranyi das
Aushängeschild im Schalker Angriff. Er hat getroffen, Schalke spielte solide
und war von Anfang an in der Tabelle oben dabei. Schnell bekamen aber die
gegnerischen Mannschaften mit: Wenn Kuranyi aus dem Spiel genommen wird,
dann schießt Schalke auch kein Tor. Und genau das ist den Teams gelungen.
Kuranyi traf also nicht mehr, was einen Stürmer schon mal an sich zweifeln
lässt. Hinzu kam eine Lungenentzündung während der Vorbereitung in der Winterpause und hinzu gesellt sich auch noch ein tiefes Formtief. In kaum einem Verein ist man so schnell dabei, einen Spieler zum Sündenbock zu machen wie auf Schalke. Und da ist Kuranyi derzeit sehr willkommen. Das geht soweit, dass er zum eigenen Schutz beim letzten heimspiel erst einmal auf der Bank Platz nehmen musste
Hamit Altintop hat nach seinem Wechsel von Schalke zu Bayern begrüßt, dass
man in München auch über andere Dinge als über Fußball rede. Und das ist
auf Schalke nicht so. Und da kann es dann wohl auch nur passieren, dass sich
die Fanseele als Kollektiv so erzürnt, dass ein eigener Spieler über einen
Zeitraum hinweg aus- und niedergepfiffen wird. Hilfe zum Aufbau von
Selbstbewusstsein jedenfalls sieht anders aus. Und Selbstbewusstsein braucht
man als Stürmer. Millionen hin oder her. Auch wenn das schwer sein mag, als
Nicht-Millionär zu begreifen. Was derzeit auf Schalke abgeht ist zumindest
nichts anderes als die Demontage eines eigenen Spielers. Und das darf nicht
sein. Egal wie schlecht er im Moment spielt.
Tags: Schalke+04 Champions+League Kevin+Kuranyi
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Kommentar von:
Xylon's Blog
Die 11 Helden - speziell Eric Wilde - monieren, wie derzeit mit Kuranyi umgegangen wird.
Man mag zu Kuranyi stehen wie man will, allerdings vergißt Mr. Wilde, das sich Kuranyi selbst als Führungsspieler sieht:
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