
Ein elfmeter ist ein Elfmeter ist ein Elfmeter. Zu diesem Ergebnis will Oliver Kuß gekommen sein, der empirisch nachgeforscht hat, was den Erfolgsfaktor beim Elfmeterschießen ausmacht. Und: Es gibt keinen. Es ist reine Glückssache. Nicht einmal den berühmten Elfmeterkiller unter den Torhütern soll es gehen – warum nur habe ich aber bei der Nationalelf ein besseres Gefühl, wenn Lehmann beim Elfer im Kasten steht als stünde dort Kahn? Warum hatte ich bei Köppke und Schumacher ein gutes Gefühl, bei Illgner jedoch nicht – trotz seiner Parade gegen England 1990?
Vielleicht sind es ja tatsächlich nur subjektive Einschätzungen. Auch wenn das Buch der populärsten Fussballirrtümer auch schon längst behauptet, dass der Gefoulte selbst schießen darf: Ich glaub da einfach nicht dran.
Als nächstes sollen übrigens die folgenden Thesen entmachtet werden und ich zittere jetzt schon (das erschüttert mich in meinen Fussball-Grundfesten):
Erstens: Den Mythos vom psychologisch ungünstigen Tor vor dem Pausentee. Das leuchtet mir überhaupt nicht ein. Man hat doch dann in der Halbzeit genügend Zeit, um sich zu sammeln und dann entsprechend zu reagieren. Zweitens: Den angeblichen Vorteil, wenn man im Europapokal das zweite Spiel auf eigenem Platz austragen kann, eine These, die speziell Uli Hoeneß vertritt. Das ist aber noch niemals wissenschaftlich untersucht worden.
via: 11 Freunde