
Nun ja. Da wurde das Freundschaftsspiel zwischen der deutschen Nationalmannschaft und der italienischen in dieser Woche ein wenig hoch gekocht. Die Teams stimmten, der Ort (Dortmund) stimmte auch. Um jedoch die Revanche für die Halbfinalniederlage bei der WM 2006 wirklich ausrufen zu können, fehlte mindestens zwei Dinge: Der wahre Wettkampfcharakter des Spiels und die über Wochen hochgekochte Euphorie im eigenen Land, wie das 2006 der Fall war.
So war es halt ein gutes Spiel, bei dem deutlich wurde, wie gut auch die deutsche Nationalmannschaft davon profitiert, dass sich Mesut Özil bei Real Madrid verdingt. Zudem ist wohl klar, dass Manuel Neuer sich anschicken dürfte, sein Gegenüber im italienischen Tor, Buffon, als bester Torhüter der Welt beerben zu können. Außerdem wurden einige Dortmunder Jung-Erfolgreiche an die Mannschaft heran geführt, Klose durfte mal wieder ein Erfolgserlebnis feiern und die Abwehr um Mertesacker wackelte mitunter, wie es die Abwehr von Werder Bremen schon die ganze Saison tut.
Es war ein ansehlicher Kick. Nicht mehr. Nicht weniger. Ernst wird es wieder am 26. März. Dann geht es in der EM-Qualifikation gegen Kasachstan. Der nächste Termin der Nationalelf in 2011.